Fotos, die Festivalstimmung auslösen

Verschwitzte Haarsträhnen fallen unter der Kappe auf die Stirn, das eine Auge ist zum Zwinkern zugekniffen, der Zeigefinger dem Publikum entgegengestreckt, der Mund zu einem breiten Grinsen geformt – so blickt Casper von der Wand der Galerie im Forum Stadthalle Gütersloh auf die Besucher herab. Christina Falke hat diesen besonderen Moment zwischen Künstler und Publikum mit ihrer Kamera aus dem Bühnengraben festgehalten. Am Dienstag, den 03.09, eröffnete die Ausstellung THREESONGSNOFLASH. Bis zum 20.11. sind neben dem Bild vom Bielefelder Hip-Hop-Künstler Casper 44 weitere Konzertfotos zu sehen. Zur Vernissage gab es passend zu den ausgestellten Fotos ein kostenloses Konzert. Singer-Songwriter Ron Diva sorgte für Festivalstimmung in der Stadthalle.

 „Wenn der Betrachter beim Ansehen meiner Bilder die Musik hört oder Lust darauf bekommt, dann habe ich alles richtig gemacht“, sagt die Bielefelder Fotografin. Seit 2014 fängt Christina Falke Künstler während ihres Auftritts auf der Bühne in Bildern ein. Meistens bleibt ihr dafür nur wenig Zeit. Denn „nur wenige Künstler erlauben den Fotografen während das gesamten Konzerts zu fotografieren. In der Regel gilt: Drei Songs, dann muss die Kamera zurück in den Rucksack gepackt werden – der Blitz ist dabei nie erlaubt“, erklärt die studierte Fotografin. Und so sage sie sich nach jedem Einsatz: „Hoffentlich sind die Fotos gut geworden.“

Rund 150 Besucher bekamen passend zum Thema der Ausstellung ein Festivalbändchen zum Eintritt. Die Bierduschen, die Christina Falke sonst nur zu gut von ihrem Arbeitsplatz im Bühnengraben kennt, blieben bei dem Konzert von Ron Diva aus. Das ein oder andere Foto werden die Gäste allerdings gemacht haben. Dafür hatten sie sogar länger Zeit als drei Songs.

90.000 neue Mitarbeiterinnen

Seit Mitte Mai summt es in Scharen auf dem Theaterdach. 90.000 Bienen bezogen ihr neues Zuhause mit malerischem Ausblick auf Gütersloh. Zunächst mussten sich die drei Bienenvölker von Hobby-Imkerpaar Daphne und Bastian Seehaus an die ungewohnte Umgebung hoch über der Stadt noch gewöhnen. Doch inzwischen haben sie sich eingelebt und produzieren bereits eifrig leckeren „Bühnenhonig“.

Die Kultur Räume als Lebensraum für Bienen. Diese Idee stammte ursprünglich von Andreas Kimpel, Beigeordneter für Kultur und Bildung, Stadt Gütersloh, und wurde durch ein vergleichbares Projekt beim FC St. Pauli im Rahmen der Aktion „Insect Aid“ inspiriert. „Herr Kimpel kam im Rahmen einer Veranstaltung mit der Idee auf uns zu“, erzählt Bastian Seehaus. Mitte Mai wurde diese Idee nun mit der kleinen Völkerwanderung hoch auf das Theaterdach in die Tat umgesetzt.

Auch Bürgermeister Henning Schulz unterstützt die Aktion: „Wir wollen in der Stadt Gütersloh in Zukunft Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen ganz selbstverständlich quer durch alle Ressorts denken und realisieren. Der Honig vom Theaterdach ist dafür ein einprägsames Beispiel – im wahrsten Sinn ein Botschafter des guten Geschmacks für unsere Stadt, den wir gern auch als Gastgeschenk, beispielsweise in unseren Partnerstädten, einsetzen werden.“

Eintreten für eine offene Gesellschaft - mit Kultur und Kulturpolitik Demokratie stärken

Kunst und Kultur haben nicht nur eine ästhetische Dimension, sondern waren und sind darüber hinaus immer politisch. Sie haben der Gesellschaft mit ihren spezifischen Ausdrucksformen seit jeher den Spiegel vorgehalten und sich als Forum für die kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Veränderungen und Entwicklungen verstanden. Kunst und Kultur sind daher nicht nur geeignet, sondern geradezu gefordert, für Freiheit und Demokratie einzutreten. Kulturpolitik hat die Aufgabe, Kunst und Kultur (Frei-) Räume für Entfaltung zu geben bzw. zu verschaffen, künstlerisch wie auch politisch.

Als Kultur Räume Gütersloh setzen auch wir uns für die Stärkung der demokratischen Werte unserer Gesellschaft ein und unterstützen die Thesen im Positionspapier des Deutschen Städtetages.

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