„WENN“ – Malereien und Skulpturen zu Zerstörung und Konsequenzen

„Es bricht, es brennt, es platzt – bei mir muss immer etwas kaputtgehen“, sagt Ute Grohs. Tatsächlich finden sich Flammen, Feuer und die Zerstörung des Planeten Erde auf zahlreichen Werken wieder, die Ute Grohs im Zuge der Ausstellung „WENN“ in den Kultur Räumen Gütersloh zeigt. Auch die Skulpturen von ihrem Ehemann Paul Grohs sind oftmals von zerstörerisch-schönen Elementen gekennzeichnet. Figuren aus handgebrochenem Glas, geschnittene Steine oder gelaserte Teile sind ab Donnerstag, 20.02. gemeinsam mit den Malereien in der Stadthalle und dem Theater Gütersloh zu sehen.

Rund 40 Werke haben Ute und Paul Grohs mit in die beiden Häuser gebracht. Einige Exponate haben sie extra für diese Ausstellung gefertigt. Ein besonders großes Werk fällt Theaterbesuchern spätestens dann auf, wenn sie die Treppe zum Theatersaal hinaufgehen. Drei bemalte Seidenflaggen hängen von der Skylobby ins Treppenhaus herab, die äußeren rund neun Meter lang. „Das ist unserer Erde, umringt von Weltraumschrott. Denn der Mensch zerstört nicht nur seinen Planeten, sondern vermüllt zudem noch den Weltraum“, beschreibt Malerin Ute Grohs das Bild auf den Seidenflaggen.

Die Fläche hinter der Glasfassade des Theaters bietet sich besonders für die Skulpturen von Paul Grohs als Ausstellungsplatz an. „Mein Lieblingsmaterial ist Glas und an diesem sonnendurchfluteten Platz wirken die Glasskulpturen besonders“, sagt Bildhauer Paul Grohs, dessen Werke bereits im internationalen Glasmuseum in Chartres ausgestellt wurden. Das Zusammensetzen der Glasstücke erfordert besonderes Geschick. „Die Glaselemente sind nicht nur unheimlich schwer, sondern man schneitet sich sehr oft an den handgebrochenen Teilen – auch mit Handschuhen“, erzählt Paul Grohs.

Seit rund zehn Jahren stellen die beiden Bielefelder Künstler gemeinsam aus. Kunst beschäftigt sie allerdings schon weit länger. Paul Grohs studierte an der Hochschule für Musik in Detmold, arbeitete als Konzertsänger, Komponist, Lehrer und Dozent. Ute Grohs verbrachte ihre Schulzeit in Detmold, arbeitete zunächst als freie Mitarbeiterin für eine Zeitung und machte anschließend eine Fotografenlehre. Danach studierte sie in Bielefeld und arbeitete als Lehrerin an einer Fachschule für Sozialpädagogik.

Der Ausstellungstitel „WENN“ zielt vor allem auf Handlungen und Konsequenzen ab. „Es geht immer um das ‚Wenn’. Wenn wir unsere Erde weiter so behandeln, wird das Konsequenzen haben. Wenn der Mensch weiter Schrott ins All schießt, wird das Konsequenzen haben. Aber dieses „Wenn“, diese Konsequenzen gelten natürlich nicht nur auf globaler Ebene, sondern eben auch für uns und unser Leben“, erklärt Ute Grohs den Ausstellungstitel. Dieses „Wenn“ findet sich nicht nur in den Bildern von Ute Grohs, die brennende Flüsse oder kosmische Zerstörung zeigen und dabei Raum zur Interpretation lassen, sondern auch in den gebrochenen, gefrästen und neuarrangierten Skulpturen von Paul Grohs.

Die Ausstellung läuft bis zum 10.05.2020. Die Stadthalle ist von Montag bis Freitag von 08. bis 12. Uhr geöffnet. Theater und Stadthalle sind außerdem zu Veranstaltungen und nach Vereinbarung geöffnet.

Veranstaltung von Sulaiman Masomi wird verschoben

Die Veranstaltung „Morgen - Land“ von Sulaiman Masomi am Freitag, 28.02.2020, in der Stadthalle Gütersloh, wird aus organisatorischen Gründen auf Freitag, 06.11.2020, verschoben.

Bereits gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit oder können an der jeweiligen Vorverkaufsstelle zurückgegeben werden, an der sie erworben wurden. Tickets, die über den Webshop der Kultur Räume Gütersloh gekauft wurden, können im ServiceCenter der Gütersloh Marketing GmbH (Berliner Straße 63, 33330 Gütersloh) und an der Information der Stadthalle Gütersloh zurückgegeben werden.

Helene Bockhorst wird verschoben

Veranstaltung findet im Oktober 2020 statt – Karten behalten Gültigkeit

Die Veranstaltung „Die fabelhafte Welt der Therapie“ von Helene Bockhorst am Samstag, 15.02.2020, in der Stadthalle Gütersloh, wird aus organisatorischen Gründen auf Mittwoch, 07.10.2020, verschoben.

Bereits gekaufte Karten behalten Ihre Gültigkeit oder können an der jeweiligen Vorverkaufsstelle zurückgegeben werden, an der sie erworben wurden. Tickets, die über den Webshop der Kultur Räume Gütersloh gekauft wurden, können im ServiceCenter der Gütersloh Marketing GmbH (Berliner Straße 63, 33330 Gütersloh) und an der Information der Stadthalle Gütersloh zurückgegeben werden.

Geometrische Skulpturen treffen auf kraftvolle Malerei

Ab Donnerstag, 20.02., trifft energiegeladene Malerei in der Galerie im Forum der Stadthalle Gütersloh und im Theater auf puristische Skulpturen. Ute und Paul Grohs verbinden ihre Werke in der gemeinsamen Ausstellung „W E N N“. Thematisch widmen sich die Bielefelder Künstler der Schönheit und Zerstörung im Weltall und auf der Erde.

Ute Grohs stellt die Erde in unterschiedlichen Zuständen dar. Sie arbeitet expressiv, schichtet Farbfelder auf Leinwand, erzeugt Spannung und räumliche Tiefe. „Ein wunderbarer Malgrund ist Glas. Es ermöglicht satten bis schattenhaften Farbauftrag, der beim Trocknen gelegentlich einreißt oder durch Kratzspuren verändert werden kann, “ sagt Grohs.

Im Kontrast zu Ute Grohs` kraftvollen Malereien stehen die konkret-konstruktiven, puristischen Skulpturen von Paul Grohs. Der Künstler schafft seine Werke aus Stahl, Stein, Holz und Glas und erreicht Ausdrucksvielfalt durch Kombination. Die Arbeiten aus Glas nehmen dabei eine besondere Stellung ein, da sie mit Licht spielen, Reflexionen erzeugen und optische Täuschungen erschaffen.

Die Ausstellung wird am 19.02. um 19 Uhr in der Stadthalle eröffnet. Bis zum 10.05.2020 werden die Malereien und Skulpturen von Ute und Paul Grohs in den Kultur Räumen Gütersloh zu sehen sein. Der Eintritt ist frei. Die Galerie im Forum der Stadthalle ist Montag bis Freitag, 8 Uhr bis 12 Uhr und zu Veranstaltungen geöffnet. Die Exponate im Theater können zu den Vorstellungszeiten betrachtet werden.

Stadthallensanierung: Zugang ab sofort über den Eingang Theodor-Heuss-Platz

Die Bauarbeiten an der Fassade der Stadthalle haben nun den Bereich um den Haupteingang erreicht. Der Zugang zur Stadthalle über diesen Weg ist ab sofort nicht mehr möglich. Der Haupteingang wird deshalb verlegt. Ab sofort findet der Zugang über den Eingang am Theodor-Heuss-Platz statt. Auch die Information und Abendkasse der Stadthalle zieht auf die gegenüberliegende Seite, nahe des neuen Haupteingangs um. Der Weg vom bisherigen Eingang zum neuen Eingang ist zudem ausgeschildert.

Den Betrachter fest im Blick

Wer demnächst die Stadthalle besucht, der kommt in den Blick von Hund, Reh und Kuh. In der Galerie im Forum der Stadthalle ist allerdings kein Streichelzoo zu Gast, vielmehr nehmen die Tiere ihre Betrachter von der Leinwand in den Fokus. Die Kunstmalerin Renate Berghaus zeigt ab dem 29.11.2019 eine umfangreiche Serie ihrer „tierischen PopArt“.

 „Schau mir in die Augen...“ – ich berühre deine Seele! Unter diesem Motto entstanden 2012 erste Bilder der Tier-PopArt-Bildserie von Renate Berghaus. Berghaus, die in der Nähe von Köln lebt, begann authentische Portraits von Tieren in einem reduzierten, farbigen PopArt-Stil zu malen, indem sie auf Hintergründe verzichtet und den Fokus im Besonderen auf den Charakter der Tiere richtet. Durch die überzogene Darstellung der Augen haben die Tiere den Betrachter wie einen Spiegel fest im Blick.

 Ihre Kindheit verbrachte Renate Berghaus auf einem ländlichen Bauernhof im Bergischen Land, wo Tiere zum Alltag dazugehören. Anschließend zog es Berghaus in die Stadt, sie arbeitete unter anderem beim WDR und im hessischen Staatstheater Wiesbaden.

 Zurück in der ländlichen Heimat sah Berghaus die heimischen Tiere aus einem ganz anderen Blickwinkel – die Inspiration für ihre tierischen PopArt-Werke. Als besondere Zugabe sind neben der umfangreichen Serie „tierisch PopArt“ ihre farbig gespachtelten Vespa-Bilder im Hochfoyer zu sehen.

 Die Bilder von Renate Berghaus sind vom 29.11.2019 bis zum 13.02.2020, Montag bis Freitag von 08.00 bis 12.00 Uhr sowie zu Veranstaltungen, in der Galerie im Forum der Stadthalle zu sehen. Die Vernissage findet am Donnerstag 28.11.2019, ab 19.30 Uhr ebenfalls in der Galerie statt. Die Sängerin und Gitarristin Kristin Shey begleitet die Ausstellungseröffnung musikalisch. Der Eintritt zur Vernissage wie zur Ausstellung ist frei.

Fotos, die Festivalstimmung auslösen

Verschwitzte Haarsträhnen fallen unter der Kappe auf die Stirn, das eine Auge ist zum Zwinkern zugekniffen, der Zeigefinger dem Publikum entgegengestreckt, der Mund zu einem breiten Grinsen geformt – so blickt Casper von der Wand der Galerie im Forum Stadthalle Gütersloh auf die Besucher herab. Christina Falke hat diesen besonderen Moment zwischen Künstler und Publikum mit ihrer Kamera aus dem Bühnengraben festgehalten. Am Dienstag, den 03.09, eröffnete die Ausstellung THREESONGSNOFLASH. Bis zum 20.11. sind neben dem Bild vom Bielefelder Hip-Hop-Künstler Casper 44 weitere Konzertfotos zu sehen. Zur Vernissage gab es passend zu den ausgestellten Fotos ein kostenloses Konzert. Singer-Songwriter Ron Diva sorgte für Festivalstimmung in der Stadthalle.

 „Wenn der Betrachter beim Ansehen meiner Bilder die Musik hört oder Lust darauf bekommt, dann habe ich alles richtig gemacht“, sagt die Bielefelder Fotografin. Seit 2014 fängt Christina Falke Künstler während ihres Auftritts auf der Bühne in Bildern ein. Meistens bleibt ihr dafür nur wenig Zeit. Denn „nur wenige Künstler erlauben den Fotografen während das gesamten Konzerts zu fotografieren. In der Regel gilt: Drei Songs, dann muss die Kamera zurück in den Rucksack gepackt werden – der Blitz ist dabei nie erlaubt“, erklärt die studierte Fotografin. Und so sage sie sich nach jedem Einsatz: „Hoffentlich sind die Fotos gut geworden.“

Rund 150 Besucher bekamen passend zum Thema der Ausstellung ein Festivalbändchen zum Eintritt. Die Bierduschen, die Christina Falke sonst nur zu gut von ihrem Arbeitsplatz im Bühnengraben kennt, blieben bei dem Konzert von Ron Diva aus. Das ein oder andere Foto werden die Gäste allerdings gemacht haben. Dafür hatten sie sogar länger Zeit als drei Songs.

90.000 neue Mitarbeiterinnen

Seit Mitte Mai summt es in Scharen auf dem Theaterdach. 90.000 Bienen bezogen ihr neues Zuhause mit malerischem Ausblick auf Gütersloh. Zunächst mussten sich die drei Bienenvölker von Hobby-Imkerpaar Daphne und Bastian Seehaus an die ungewohnte Umgebung hoch über der Stadt noch gewöhnen. Doch inzwischen haben sie sich eingelebt und produzieren bereits eifrig leckeren „Bühnenhonig“.

Die Kultur Räume als Lebensraum für Bienen. Diese Idee stammte ursprünglich von Andreas Kimpel, Beigeordneter für Kultur und Bildung, Stadt Gütersloh, und wurde durch ein vergleichbares Projekt beim FC St. Pauli im Rahmen der Aktion „Insect Aid“ inspiriert. „Herr Kimpel kam im Rahmen einer Veranstaltung mit der Idee auf uns zu“, erzählt Bastian Seehaus. Mitte Mai wurde diese Idee nun mit der kleinen Völkerwanderung hoch auf das Theaterdach in die Tat umgesetzt.

Auch Bürgermeister Henning Schulz unterstützt die Aktion: „Wir wollen in der Stadt Gütersloh in Zukunft Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen ganz selbstverständlich quer durch alle Ressorts denken und realisieren. Der Honig vom Theaterdach ist dafür ein einprägsames Beispiel – im wahrsten Sinn ein Botschafter des guten Geschmacks für unsere Stadt, den wir gern auch als Gastgeschenk, beispielsweise in unseren Partnerstädten, einsetzen werden.“

Eintreten für eine offene Gesellschaft - mit Kultur und Kulturpolitik Demokratie stärken

Kunst und Kultur haben nicht nur eine ästhetische Dimension, sondern waren und sind darüber hinaus immer politisch. Sie haben der Gesellschaft mit ihren spezifischen Ausdrucksformen seit jeher den Spiegel vorgehalten und sich als Forum für die kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Veränderungen und Entwicklungen verstanden. Kunst und Kultur sind daher nicht nur geeignet, sondern geradezu gefordert, für Freiheit und Demokratie einzutreten. Kulturpolitik hat die Aufgabe, Kunst und Kultur (Frei-) Räume für Entfaltung zu geben bzw. zu verschaffen, künstlerisch wie auch politisch.

Als Kultur Räume Gütersloh setzen auch wir uns für die Stärkung der demokratischen Werte unserer Gesellschaft ein und unterstützen die Thesen im Positionspapier des Deutschen Städtetages.

Mehr Infos dazu finden Sie hier.